Glyphosat in deutschen Bieren? Das muß nicht sein. Deshalb haben wir folgende Brauereien angeschrieben, die Antworten werden hier veröffentlicht.

 

Tierfreunde ohne Grenzen e.V.

Gisela Urban, Langenberger Str. 32, 44879 Bochum 

und

Gabriele Menzel, Ihmerter Str. 121,58762, Altena

29.02.2016

 

Hasseröder Brauerei GmbH

Auerhahnring 1

38855 Wernigerode

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

durch die Medien und die Untersuchungen des Umweltamtes München wurden wir darauf aufmerksam, dass ausgerechnet deutsche Biere und insbesondere Ihr Hasseröder Bier mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verunreinigt ist.

 

Möglicherweise waren Sie genauso überrascht und haben sich bisher nie mit dem Problem der Herbizide und Pestizide beschäftigt.

 

Allerdings ist das Thema seit Monaten durch Umweltverbände und Verbraucherschützer in aller Munde, da sich die EU- Kommission am 07.02./08.02.2016 anschickt, Glyphosat für die nächsten 15 Jahre EU-weit zu genehmigen, obwohl die WHO durch unabhängige Untersuchungen Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd eingestuft hat.

 

 Wie gefährlich ist Glyphosat?

 

Die Internationale Agentur für Krebsforschung  (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO stufte die Substanz im vergangenen März als „wahrscheinlich krebserregend“ ein und schloss auch erbgutschädigende Wirkungen nicht aus. Demgegenüber bezeichnete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die von der IARC zitierten Studien als nicht aussagekräftig und verneinte Gesundheitsgefahren durch Glyphosat aus.

 

Transparenz und Unabhängigkeit sind grundlegende Aspekte der Arbeit des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), das dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft zugeordnet ist. Essentiell wichtig ist ist eine fundierte und vertrauensvolle Risikokommunikation, so sollte es zumindest sein - ist es aber nicht!

 

 Vielmehr sind Interessenvertreter der Firmen ua. Evonik, Henkel, Clariant, Beiersdorf und  Bayer Pharma Mitglieder der BfR ZEBET. Deshalb ist die Unabhängigkeit der BfR infrage zu stellen, die in der Abteilung Sicherheit von Pestiziden die Aufgabe hat, die gesundheitliche Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln und Biozid-Produkten zu bewerten, die im BfR unter dem Oberbegriff Pestizide zusammengefasst werden unter Vorgaben der Richtlinie (EG) Nr. 2009/128/EG. 

 

 Somit bewerten Vertreter der Herstellerfirmen von Pestiziden selbst deren toxische Eigenschaften bei Menschen und Tieren! Dem wiederum widersprach der renommierte Epidemiologe Eberhard Greiser. Das BfR habe 31 von 92 vorliegenden Studien zu erhöhten Krebsrisiken durch Glyphosat nicht berücksichtigt. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA kritiserte in ihrer Stellungnahme für die EU-Kommission lediglich, dass Glyphosat die Artenvielfalt beeinträchtige, bei ordnungsgemässer Anwendung aber nicht die menschliche Gesundheit.

 

Wie gefährlich dies sein kann, ist hier zu sehen, hier nur ein Beispiel von vielen, näheres entnehmen Sie bitte unserer Petition:

 

  Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien ab (arte)

Rätselhafte Erkrankungen bei Kühen und schwere Mißbildungen bei neugeborenen Ferkeln - Untersuchungen der Universität Leipzig

https://www.youtube.com/watch?v=rpZmev9z-Gk

 

 Aus diesem Grund reichten wir am 03.12.2015 eine Petition bei der Europäischen Kommission ein:

 

https://www.change.org/p/den-pr%C3%A4sidenten-des-europ%C3%A4ischen-parlamentes-petition-f%C3%BCr-den-schutz-der-gesundheit-von-mensch-und-tier-vor-giftigen-substanzen-und-pestiziden?recruiter=1943878&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_page&utm_term=des-lg-no_src-custom_msg&fb_ref=Default

 

Durch Glyphosat verursachtes Bier kann grossen  Imageschaden und somit Umsatzeinbussen für Ihre Brauerei bedeuten.  Möglicherweise auch zu späteren Regreßansprüchen von Menschen, die glauben oder behaupten, dass sie durch den Genuß Ihres Bieres an genetische Zellveränderungen, Krebs, Diabetes, Alzheimer etc. erkrankten.

 

Sicher sind Sie bestrebt, Ihre Kunden zu schützen und Ihnen den Genuss Ihres Bieres auch weiterhin ohne Furcht zu ermöglichen.

 

Aber reicht es, in der Lieferkette nachzuforschen wie das Glyphosat über Hopfen und Malz in das Bier gelangte?

 

Glyphosat und Pestizide bedrohen uns als Verbraucher überall.

 

Deshalb wehret den Anfängen, Glyphosat darf nicht mehr genehmigt, nicht mehr auf unsere Felder und somit in unsere Lebensmittel gelangen.

 

Sollten Sie unsere Petition unterstützen, werden wir dies lobend auf unserer Homepage und unseren Facebook-Seiten erwähnen.

 

Deshalb schliessen  Sie sich bitte  unserer oa. Petition an, damit Sie evtl. weiterhin über Ihr Bier sagen können:

 

  Hasseröder

DIE BRAUEREI

 

Bierbrauen ist eine Kunst für sich. Und wir beherrschen sie. Seit 140 Jahren wird in Wernigerode eines der beliebtesten Biere Deutschlands gebraut.

Und seitdem hat sich Hasseröder zu einer der größten Biermarken Deutschlands entwickelt. Unsere Brauerei wurde in den 90ern neu erbaut und zählt seitdem zu den modernsten Produktionsstätten Europas. Pro Stunde werden hier 150.000 Flaschen abgefüllt.

  

Mit freundlichen Grüssen

 

 Gisela Urban und Gabriele Menzel